So., 26.3.2017

Prämie

Der Frühling ist auf der Wiese eingekehrt. Noch etwas frische Temperaturen, aber kein Regen und kein tiefer Boden mehr.

Team Vier: Martin, Majid, Henning, Hans
Team Fünf: Armin, Kallusch, Christian, Shayan, Jan

Es ist ein gutes Spiel heute. Ruhig und konzentriert spielen beide Teams ihr Spiel. Es gibt sehr wenig Gemecker über den stets sehr gut postierten Schiedsrichter Manuel Gräfe. Nur manchmal lassen die Aktiven ihren Frust nach vergebenen Chancen aus: „Sch…“ und „Fu…“ schallt es lautstark durch das Rund – die Mütter mit ihren Kindern verlassen zu Recht den angrenzenden Spielplatz. Jungs, das muss besser werden! Da Team Fünf ein paar vergebenen Chancen mehr aufzuweisen geht Team Vier nach den Zwischenständen 2:0, 3:3 mit 4:3 als Sieger vom Platz.

Mit dem Man-of-the-Match tun sich die Verantwortlichen heute schwer. Wenn es jemand verdient hat, dann Majid, der seit Wochen aufsteigende Form zeigt. Trotzdem ist auch bei ihm noch Luft nach oben!

Berichtet werden muss noch von zwei Ereignissen unter der Woche:

Erstens. Offenbar gab es die Prämienzahlung für die Hinserie. Wie bei einem armen Verein üblich etwas verspätet, aber immerhin. Jedenfalls warten zwei Spieler mit neuen Besitzständen auf, die unmittelbar aus dem neuen Reichtum finanziert wurden. Henning kommt mit einem neuen Volvo vorgefahren – 65.000 €; Hans Prämie war wohl nicht ganz so üppig: neue Bölzer für 65 €. Klarer kann man die große Spanne im Team der heutigen Sieger nicht aufzeigen!

Zweitens. Wie engagiert das ganze Team um die besten Spieler kämpft zeigte die vergangene Woche in beeindruckender Weise. Kamal macht sich auf den Weg in den Vorderen Orient, um Ali Daei’s Sohn oder andere Talent zu verpflichten. Capitano müht sich um Poldi nachdem die Jungs ihm einen Hinweis geben:

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Bleibt am Ende nur die Frage, warum es bisher nicht gelungen ist, das Ausnahmetalent Pipo für die Wiese zu gewinnen. In 2013 war schon der HSV an ihm dran, wie das folgende Video belegt:

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So., 19.3.2017

Schlammschlacht

Heute muss viel berichtet werden. Zunächst von den Aufregungen unter der Woche nach dem Bericht vom letzten Spieltag. Erstmals wurden ja die Bewertungen des Kickers veröffentlicht – bisher waren diese Informationen allein dem Coach zugänglich. So heulten einige Aktive rum:

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Nun gut – was wahr ist, darf man sagen. Aufstehen – Mund abputzen – weiter!

Nächster Berichtspunkt: Das Wetter. Es ist fraglich, ob heute überhaupt gespielt werden kann. Es regnet doch etwas und in den letzten Tagen kam das auch häufiger vor. Aber die Jungs sind heiß, und daher wendet sich alles zum Guten:

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Gut, so gibt es also ein Spiel. Der SR Dr. Felix Brych war doch nicht abkömmlich, so wird die Partie von einem souveränen, gleichwohl von den Spielern häufig zu unrecht kritisierten Sportkameraden aus dem Kreise der Aktiven geleitet.

Es finden sich acht Aktive ein, wobei Martin etwas grippegeschwächt aber dennoch resolut von seiner Frau auf den Platz beordert wird. Der Coach formt folgende Teams:

UD – Underdogs: Hans, Kallusch, Sam, Kamal
HP – High Potentials: Armin, Christian, Martin, Majid

Das Geläuf ist unglaublich tief, wie folgende Bilder belegen:

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Die Jungs sind heiß wie Frittenfett und geben alles. Eine wahre Schlammschlacht nimmt ihren Lauf. Auf den Tribünen können herrliche Aktionen bestaunt werden: Seitfallzieher von Shayan – herrlich pariert von Armin; Kopfball von Hans‘ Mütze – von der Linie gekratzt von Majid. Viel weitere Aktionen zeugen von den Qualitäten oder vom unbändigen Willen der Akteure. Einzig die Qualität des Abschlusses vom Punkt ist (mal wieder) nicht optimal – nur Kallusch kann einen Elfer von der Grundlinie erfolgreich platzieren. Fünf andere Schützen scheitern. Das Spiel endet übrigens 5:4 für HP – aber das ist nur eine Randerscheinung.

Nach dem Spiel der üblich Austausch – heute geprägt von den schwierigen Umständen des Tages. Hier das  Mannschaftsfoto – leider nicht mehr mit dem vollständigen Kader:

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Zum man-of-the-match wählen die Pressevertreter heute in großer Einigkeit Shayan, der sehr viel gelaufen ist und die ein oder andere Bude gezaubert hat. Löblich auch sein Kommentar zur Auszeichnung: „Was nutzt mir dieser Titel, wenn das Team dennoch verloren hat!“. Bleibt nur, den Top-Player mit Bildern zu ehren, die seinen Einsatz dokumentieren:

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Hoffen wir auf etwas bessere Bedingungen am kommenden Sonntag – dann leider ohne Kamal, der zu geschäftlichen Aktivitäten im Nahen Osten weilt. Vielleicht kann er ja das ein oder andere Talent für die Turnernwiese verpflichten!

So., 12.3.2017

Özis verweigern Martin die Ausreise ….

Traumhaftes Fußballwetter lockte fast alle Vertragsspieler auf unseren geliebten Acker. Nur einer blieb dem Treiben fern, Martin, dessen Fehlen sich deutlich auf das Spielniveau auswirkte. Im Nebenberuf Spezialist für Inbetriebnahme von Maschinen kam unser Aufbauspieler nicht rechtzeitig von einem Auslandseinsatz zurück. Die Özis hielten ihn für ein weiteres Wochenende fest, weil es wohl irgendwo klemmte. Der Junge muss sich endlich entscheiden wo seine Prioritäten zukünftig liegen.

Die Aufteilung der neun Aktiven gelang ganz gut, das Kräfteverhältnis war ausgeglichen.

Überzahl mit: Kallusch (3), Capitano (3,5) , Majid (3), Hans (5) und Jan (2,5).

Unterzahl mit: Henning (3,5) , Shayan (2,5) ) , Kamal (4,5) und Christian (3,5)

In Klammern: Kicker-Spielwertung; Bewertet werden: Einsatz, Laufleistung, Tore/Assists, Passgenauigkeit und Fairness;

Überzahl begann recht ordentlich und hatte in Jan auch einen Vollstrecker, der im Passwirbel drei mal hintereinander vollstreckte und schon frühzeitig zum Man of the Match avancierte. Wenn ihm da in dem jederzeit engen Spiel nicht der Fauxpas unterlaufen wäre, als er frei auf das gegnerische Tor zulaufend mit dem Torpfosten kollidierte, die Ballkontrolle verlor und damit auch den sicheren Knock Out für Unterzahl verpasste. Die Auszeichnung mußte daher diesmal ausfallen, da auch weit und breit kein anderer Akteur für diese Auszeichnung in Frage kam.

Es blieb zumindest vom Ergebnis her spannend, wenngleich mit zunehmender Spielzeit die einfachen demotivierenden Fehler zunahmen und insgesamt das Niveau verflachte. Das kurz vor Ende Bestand habende 4:4 wäre dem Spielverlauf wohl gerecht geworden. Da tanzte aber Unterzahl in Person von Henning Überzahl in Person von Capitano nahe der Torauslinie aus und traf aus spitzem Winkel zum Siegtreffer. Auch das noch, der Sonntag war fast gelaufen, wenn da nicht …….

Christian mit einer Kiste Kölsch die finsteren Mienen zum Strahlen gebracht hätte. Anlass war ein gewonnener AG Prozess in letzter Instanz vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Es lebe die Gerechtigkeit …………

Nächsten Sonntag kein Spiel, stattdessen nur Aussprache in der Coaching Zone …… vorausgesetzt die Sonne scheint wieder so schön.

Capitano

5.3.2017

Single Party

Neun Aktive treffen sich heute auf der Wiese. Vor Spielbeginn tauscht man die Neuigkeiten der Woche aus. Diesmal hat Shayan den Knaller mitgebracht: Er berichtet von dem Besuch einer Party in der letzen Nacht, die sich unerwarteterweise als Single Party herausstellte. Man hatte Armbändchen in verschiedenen Farben anzulegen, um die Absichten zu signalisieren: „Grün“ – ich bin auf der Suche; „Violett“ – ich suche das gleiche Geschlecht; „Rot“- lasst mich in Ruhe usw. usf. Nach diesen Infos kommt Leben in die alten Männer. „Alles außer rot“, heißt es und flugs hat Armin den Arm schon mal fürs kommenden Wochenende vorbereitet:

Der Schlagersänger Wolfgang Petry

Leider sind einige Verletzte zu beklagen: Majid hat sich beim Abschlusstraining am Samstag Abend verletzt und meldet sich mit muskulären Problemen ab. Jannik hat sich bei seinem Ausgleichssport Handball eine Schulterverletzung zugezogen. So bleibt für den Coach nur die Bildung folgender Teams:

Alt: Kallusch, Henning,, Armin, Christian
Alt & Jung: Kamal, Hans, Shayan, Julian, Jan

Obgleich viele es nicht erwarten, machen die Jungen das Spiel – und zwar in sehr überzeugender Art und Weise. 5:1 heißt es, als man die Seiten wechselt. Und auch nach dem Pausentee ändert sich wenig. Mit 8:1 führen die jungen Wilden, bevor die Alten sich etwas zusammen raufen. Beim Stand von 8:4 beendet der heute sehr aufmerksame Schiri Deniz Aytekin die Partie.

Das Tor des Tages erzielt Kamal mit einem Elfmeter von der Grundlinie, der als „Bogenlampe quer“ geschlagen wird und 10 cm hinter der Linie in der Mitte des Tores zu Liegen kommt. Chapeau! Zum Man-of-the-match reicht das allerdings nicht. Dazu wählen in der Kategorie „Nachwuchsfußballer“ die anwesenden Pressevertreter heute Jan. Gutes Auge, kluge Pässe, stete Laufbereitschaft und eine unauffällige, aber sehr effektive Spielweise begründen diese Wahl.

Unmittelbar nach dem Abpfiff und noch spürbar unter dem Eindruck des verkorksten Spiels ist der Coach der Alten zum Interview bereit und kündigt Überraschendes an:

 

Am Nachmittag geht das Drama dann weiter. Die Jungs verfolgen aufmerksam das Spiel der Arminia, die nach 2:0 Führung nach fünf Minuten das Spiel noch aus der Hand geben:

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So., 26.2.2017

Bayern gegen HSV

Die Jungs stehen unter dem Eindruck des Bundeliga-Samstags und wollen Bayern gegen HSV nachspielen. Capitano bildet die Mannschaften entsprechend – allerdings verrät er nicht, wer welche Mannschaft repräsentiert. Das zeigt sich aber im Nachhinein:

FCB: Armin, Kallusch, Martin
HSV: Hans, Christian, Kamal

Bis zum Stande von 2:1 für FCB eigentlich eine ganz ausgeglichene Partie. Dann aber in in den letzten fünf Minuten dreimal derselbe Fehler des HSV. In der Vorwärtsbewegung fängt der letzte Mann (Hans) an zu Fummeln, verliert die Kirsche und der Rest ist Routine: Bei 5:2 für FCB pfeift Dr. Felix Brych ab.

Zeit genug für ein weiteres Spiel, vom FCB und HSV hat man aber die Nase voll:

ACH: Armin, Christian, Hans
KKM: Kallusch, Kamal, Martin

Auch dieses Spiel ist spielerisch ausgeglichen, wenngleich ACH sich einen Vorsprung von 4:1 erarbeiten kann. Aber KKM gibt niemals auf und mit dem Schlusspfiff fällt das letztlich verdiente 7:7.

Großes Palaver in der Analyse des Spieltags durch die Aktiven und die Experten. Die Einen haben ein gutes Spiel gesehen, die Anderen nur Grottenfußball.

Zum Man-of-the-Match wählen die anwesenden Pressevertreter: Martin, der von nun an den Ehrennamen Naldo trägt. Zweikampfquote von 104 Prozent und enorm stark im Abschluss.

So., 12.2.2017

Süßer die Glocken die klingen …..

Der Trainer konnte diesmal wirklich aus dem Vollen schöpfen. Alles was Rang und Namen hatte, war erschienen. Einige kannten sich unterein-ander noch gar nicht und mussten erst vorgestellt werden. Lasse von RedBull Halle/Saale und Lüddi vom Drittligisten FC Paderborn seien an dieser Stelle nur stellvertretend genannt. Die zwei gleichstarken Teams ließen ein spannendes Spiel erwarten. Die taktischen Aufstellungen sahen demzufolge wie folgt aus:

Team Gröschler spielte mit einer 1 – 2 – 3 er Formation

Capitano
Martin                                    Henning
Shayan                  Kamal                      Lasse

Team Uni setzte auf ein 1 – 3 – 2 System

Hans
Kallusch              Christian       Lüddi
Magid                  Jan

Auf schwierigem Geläuf, teilweise gefroren, entwickelte sich ein kurzweiliges Match, das über die gesamte Spielzeit von hoher Spielkultur und Fairness (kleine Ausnahme siehe weiterer Bericht) geprägt war. Mit direktem Kurzpassspiel versuchten beide Teams zum Erfolg zu kommen. Zu Beginn klare Vorteile für die Gröschler Elf. Umso überraschender fiel das 1:0 für die Akademiker als Magip einen langen Ball mit dem Kopf auf Capitano’s Bude zirkelte und sich hinter dem Keeper ins Tor senkte. Gröschler zeigte sich jedoch unbeeindruckt und forcierte weiter das Tempo. Sogar der sonst so eigensinnige Kamal spielte an diesem Tag sehr mannschaftsdienlich. Und endlich fielen auch in dieser Phase Tore, eines schöner rausgespielt als das andere. 1:1 und schnell das 2:1 hinterher. Dazwischen aber immer wieder scharfe Schüsse auf das Tor von Capitano, der seinen Fauxpas zu Spielbeginn vergessen ließ und klasse Reflexe zeigte. Mit dem 3:1 kurz vor der Pause wurden die Seiten gewechselt.

Team Uni stellte ein wenig um und setzte fortan mehr auf Konterspiel, wobei Gröschler mit dem Gefühl des sicheren Sieges hin und wieder in der Defensive sehr sorglos agierte. Nur so erklären sich zu viele Eins zu Eins Situationen Magip / Lüddi gegen den Keeper, der mit seiner Ruhe und Erfahrung stetig die richtigen Entscheidungen traf und so das Anschlusstor verhinderte. Nun wurde die Brechstange herausgeholt. Nachdem Capitano wieder mal gegen Lüddi mit dem Fuß rettete, nahm derselbe Spieler den abprallenden Ball nochmal volley. Die Kugel schlug voll in Capitano’s Glockenturm ein. Dieser fiel zu Boden und rang nach Luft. Um ihn herum wurde es dunkel und 17 Jahre Wiesn-Karriere liefen im Zeitraffer mit allen Höhen und Tiefen vor ihm ab. Nebenbei suchte er noch auf allen Vieren kriechend nach Lüddi’s Trophäen. Sollte das das Ende sein? Nein, Capitano erholte sich, sortierte, vergrößerte provokant das Tor und konnte die Partie fortsetzen. Kurz vor Abpfiff dann das 4:1 und in der Nachspielzeit das 4:2 durch ein sogenanntes Krömmeltor.

Shake hands zwischen Verlierern und Gewinnern zeugten von einem guten und interessanten Vergleich. Daran konnte auch der goldene Schuss von Lüddi nichts ändern. Die Frage nach dem „Man of the Match“ erübrigt sich heute*.

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Laura vom Haller Tageblatt hielt diesen außergewöhnlichen Spieltag mit ihrer Panoramakamera fest. Kommentar eines Fotobetrachters: „Und diese in Lumpen gekleideten Menschen können Fußball spielen?“

Und ob …… !!!!!

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* Anmerkung des WebAdmin: Gemeint ist natürlich Capitano. Recht hat der Reporter!

So., 5.2.2016

Hochzeitsfeier auf der Wiese

Nach dem Warmlaufen bekommt der Tag eine historische Komponente: Die Jungs feiern Hochzeit. Zwar nicht untereinander, aber immerhin die Silberhochzeit des internationalsten Spitzenspielers in ihren Reihen. Einige hatten von ausgewiesenen Fachkräften einen Korb mit Spezialitäten aus aller Welt zusammenstellen lassen, der feierlich überreicht wird. Dann erhebt der Capitano das Wort. Unserem Reporter gelingt der Diebstahl des Sprechzettels:

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Kamal, zu Tränen gerührt, lässt sich nicht lumpen und spendiert nach dem Spiel eine Kiste Champagner Herforder. Im kleinsten Kreise zeigt Silke Fotos von dem historischen Ereignis, auf denen ein junger hübscher Mann mit exzellent frisierten Haaren zu sehen ist: Silke behauptet, dass sei Kamal gewesen.

Gespielt wird natürlich auch:

Team Drei: Shayan, Martin & Hans
Team Vier: Armin, Kallusch, Kamal & Christian, nach längere Verletzungspause wieder wohlauf

Es ist ein Kampfspiel auf Boden, auf dem sich normalerweise nur Wildschweine wohl fühlen. Zunächst hat Team Vier das Spiel in der Hand: 3:0. Dann kommt Shayan auf Betriebstemperatur und beim Stand von 5:3 für Team Drei (!) wechselt man … nein, nicht die Seiten, sondern gleich den Platz. Denn der Boden lässt keinen regulären Spielbetrieb mehr zu – daher sucht man sich ein neues Geviert im weiten Wiesengrund. Nach dem Wechsel fallen die Tore nicht mehr so üppig – erst in den letzten fünf Minuten besinnt sich Team Vier auf seine zahlenmäßige Überlegenheit und macht den Sack zu: 8:6 für Team Vier heißt es, als der Schiri zum bereits erwähnten Champagner bittet.

Nur für die Statistik: Zum Man-of-the-match wählt die Presse erneut Shayan.

Bleibt zu hoffen, dass auch am kommenden Sonntag alle gesund und munter an die Kugel treten können.

So., 29.1.2017

Schwerer Tag für fast alle

„Lügenpresse! Lügenpresse!“ schallt es zu Beginn durch das bewaldete Rund der Turnerwiese. Grund für die Aufregung ist der Spielbericht vom letzten Sonntag, exklusiv von turnerwiese.de als erstes veröffentlicht. Es ist für die Kritiker nicht vorstellbar, dass Kamal zum „Man-of-the-Match“ gewählt wurde – „mit acht Buden“ und „ohne Konkurrenz“ wie es im Bericht hieß. Wer im historischen Moment dabei war, weiß, dass der Bericht wahr ist. Wer heute dabei ist, kann die Skepsis der Kritiker verstehen. Doch der Reihe nach.

Auf sehr schwer bespielbarem Boden gehen die Aktiven heute zu Werke. Gut hat es, wer arm ist. Der nutzt die Schuhe, der er immer nutzt – denn er hat keine anderen. Wer eine große Schuhauswahl besitzt, konnte sich verzocken. So Kallusch – der seine am 26.10.2014 präsentierten Beckenbauer 74 original  heute daheim lässt und stattdessen in Tausendfüßlerschuhen aufläuft. Der an der Oberfläche sehr rutschige, in zwei Zentimeter Tiefe aber immer noch steinhart gefrorene Boden lässt ihn ein ums andere Mal so aussehen, als habe er einen Euro  verloren, den er nun im Matsch suchen muss.

CSH: Capitano, Shayan, Hans
KMK: Kallusch, Martin, Kamal

Team CSH weiß zu gefallen. Es fällt Tor um Tor. Nur Capitano (heute wieder mit Knie in der Bude) mault selbst bei von seinen Vorderleuten weltmeisterlich vorgetragenen Kombinationen, die erfolgreich abgeschlossen werden. Es rächt sich eben, dass er bei allen Trainerlehrgängen bei der Unterrichtsstunde „Motivation“ eine rauchen war. Obwohl Shayan und besonders Hans zwei bis drei glasklare Chancen vergeben, werden bei 5:1 für CSH die Seiten gewechselt. Nach dem Pausentee das selbe Spiel. KMK kommt nicht richtig zum Zuge (verschießt auch drei Elfer von der Grundlinie) und die Partie endet mit 7:3 (oder 7:4, wie KMK im Nachgang beim Sportgericht rauszuhandeln versucht).

Gut, dass Capitano eine Männerhandtasche dabei hat, so dass der isotonische Haushalt der Jungs im grünen Bereich bleibt.

Bleibt noch die Sache mit dem Man-of-the-match. Heutiger Titelträger ist Shayan – allerdings in Anbetracht der sonstigen Ü-50-Helden nicht wirklich verwunderlich. Dem Champion der letzten Woche will heute tatsächlich wenig gelingen. Nur ein Treffer ist ihm vergönnt. Da sucht er sein Heil im Poussieren: Als drei Damen mit ihren Hunden vorbei kommen, zieht er blank – bei 2 Grad Celsius! Aber die Köter bleiben gänzlich unbeeindruckt. Wie schwer ihm und anderen der heutige Tag fallen, zeigt die Galerie des Tages:

So., 22.1.2017

Wiesn-Kicker trotzen dem Eisstadion

Bei Minustemperaturen und vereistem Unterbau waren die Bedingungen alles andere als leicht an diesem ansonsten so herrlichen Sonntag morgen. Selbst die Torpfosten lagen ungenutzt herum und wurden durch 2 Paar Stiefel (Hans/Capitano) ersetzt. Materialwart Hans – wie erwartet – hatte die für so ein Geläuf prädestiniert Stangen natürlich in seinem Keller vergessen. Das bedeutete auch, dass Tore nur bis 30 cm Höhe gezählt wurden.

Spiel 1: Hans/Kamal vs Martin/Capitano

Normalerweise ein Spiel David gegen Goliath, allerdings war Capitano aufgrund seiner Knieprobleme doch noch arg gehandicapt. Kamal gelang schnell das 1:0, doch wenig später nahm das Spiel mit dem 1:3 doch seinen normalen Lauf. Der Trainer wollte schon umstellen als sich Askan und Magip hinzugesellten. Neues Spiel, neues Glück.

Spiel 2: Hans/Kamal/Askan vs Martin/Capitano/Magip

Normalerweise hätte auf meinem Tippzettel 10:8 oder 8:10 gestanden, so die Einschätzung der mannschaftlichen Stärke beider Teams. Es kam aber ganz anders. Nicht die Spur einer Chance hatten MCM. Als hätten sie zum 1. Mal auf Schlittschuhen gestanden, so spielten Martin & der Alte. Zentral im Angriff verlor der Aufbauspieler ein ums andere Mal die Kugel gegen den, dessen Gewicht allein für Standfestigkeit sorgte und dazu immer wieder einlochte. Dazu jedesmal das breite Grinsen, das das Verlieren nicht erträglicher machte. 1:5 zur Pause und noch klarer in Hälfte 2 bedeuteten am Ende das 1:10. Anders die Kufencracks Askan und Magip , die versuchten, die Rangordnung in der Familie neu aufzustellen. Leichte Vorteile hier für Askan, der ja auch nicht zwei Griepen mit durchziehen musste. Mit acht Buden wurde dann Kamal heute ohne Konkurrenz zum Man of the Match gekürt. Das einzig Positve beim Verlierer war, dass nicht wirklich ein böses Wort nach den vielen Stockfehlern fiel.

Ja, und ein alter Weggefährte wurde auch gesichtet. Hans, zunächst von einer Fata Morgana ausgehend, erkannte den tief vermummten Karl Wiese als letzter und näherem Abtasten. „Ich dachte, du wärst tot“, die pieätlose Begrüßung vom überschwenglichen Kamal. „Nein, ich lebe und mir geht’s gut“, die allseits gern gehörte Botschaft von Karl, der mal wieder vorbeischauen will. Zu mehr war er trotz Zureden „noch“ nicht bereit.

Spiel 3: Gleiche Teams

Der angebotene Spielerwechsel wurde abgelehnt, da die Moral ja letztendlich stimmte und es schlimmer eh nicht kommen konnte. Oder doch ? Es stand wieder nach dem gleichen Spielmuster schnell 4:0 für die Unbesiegbaren. Dann doch die Wende. Endlich hatten die beiden bislang Enttäuschenden die richtigen Kufen gefunden und die Aufholjagd konnte losgehen. Wir machen es kurz, am Ende 5:4 für MCM und die Welt war einigermaßen wieder in Ordnung. Hans nahm diesen Rückschlag voll auf seine Kappe.

Beim Small Talk konnte Marketing-Chef Hans berichten, dass der Vertrag mit Premium Sponsor Bitburger um 1 Jahr verlängert werden konnte und die mitgebrachten Naturalien die Diskussionen über Flüchtlingsprobleme, P-Patienten und Bildungsmöglichkeiten in die Länge zogen.

Bis nächsten Sonntag denne.

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Man of the Match!

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Nach getaner Arbeit!